der eigene Youtube-Kanal

Social Media ist ein wichtiges Standbein für eine umfassende SEO-Strategie. Wer seine Beiträge also bei Facebook, Twitter & Co. postet, setzt damit deutliche Signale in Richtung Google. Ein völlig neuer und etwas aufwändigerer Weg ist ein eigener Youtube-Kanal.

Wie wird man Youtuber?

Youtube ist ein völlig anderes Medium als eine klassische Webseite. Auch die Vermarktung funktioniert völlig anders. Statt, wie auf einer eigenen Webseite selbst zu entscheiden, welche Werbebanner, oder Textlinks man in welchem Beitrag platziert, wird bei Youtube automatisch Werbung vor und teilweise auch während dem Video eingeblendet. Die kleinen Werbepausen werden dem Youtuber vergütet. Statt Klickraten und Conversions zählen auf Deinem Youtube-Kanal nur Views. Also Aufrufe Deiner Videos. Nimmst Du am Youtube-Partnerprogramm teil, dann kann Du Einnahmen durch Werbung, kostenpflichtige Abos und Merchandise erzielen. Aber wie kann man einen Youtube-Kanal aufbauen, den man monetarisieren kann?

Videos

Die erste Voraussetzung für einen funktionierenden Youtube-Kanal sind Videos. Um qualitative Videos zu erstellen benötigst Du verschiedenes an Ausstattung.

Dein Set

Du solltest Dir überlegen was Du auf Deinen Videos zeigen möchtest. Wirst Du selbst zu sehen sein, willst Du aus Deiner Sicht ein Produkt und seine Funktion filmen, oder willst Du eine Anwendung auf Deinem Bildschirm zeigen? Im letzten Fall ist die Ausstattung sehr minimalistisch. Du brauchst lediglich Software um deinen Bildschirminhalt zu „filmen“. In den anderen beiden Fällen solltest Du Dir eine Kulisse überlegen. Für die Produktion des Videos brauchst Du einen ruhigen und möglichst hellen Ort und der Hintergrund sollte nicht vom Video ablenken. Gegenlicht solltest Du genauso vermeiden, wie bewegte Objekte, wie eine Straße im Hintergrund. Du musst Entscheiden, ob Du Dich in einer natürlichen Umgebung, also auf der Couch, oder vor dem PC präsentierst, oder ein eigenes Studio aufbauen willst. Willst Du später einen Hintergrund hinzufügen, brauchst Du ein grünes Tuch, das Du möglichst faltenfrei im Hintergrund spannst und gleichmäßig ausleuchtest.

Hardware für die Aufnahme

Einige mehr, oder weniger günstigen Utensilien benötigst Du für Deine Youtube-Videos.

Die Kamera

Im Prinzip brauchst Dü für ein Youtube-Video keine hochwertige Kamera. Die eingebaute Kamera Deines Notebooks, oder eine günstige Webcam ist theoretisch ausreichend. Theoretisch, weil in der Praxis wird die Qualität nicht ausreichen um die User zu fesseln. Wer absolut einzigartigen Content produziert, der braucht sich darüber keine Sorgen zu machen, wer aber Konkurrenz hat, der sollte sich in der Qualität der Videos zumindest nicht negativ abheben. Es sollte also eine Kamera sein, die in HD aufzeichnet und entweder über ein gutes internes Mikrofon verfügt, oder die Möglichkeit bietet ein externes Mikrofon anzuschließen. Eine Auswahl an geeigneten Vlogging-Kameras findet man bei Amazon. Die Kosten sind überschaubar. Sehr verbreitet sind Canon EOS-Kameras, die ab der 550D auch eine Video-Funktion in HD bieten.

Das Stativ

Neben der Kamera benötigt man ein Stativ, wenn man eine unbewegtes Motiv aufnehmen möchte. Für bewegte Motive gibt es auch ausgezeichnte, teilweise elektronischen Stabilisatoren, die die Kamera ruhig halten. Auch der Einsatz eines Selfie-Sticks kann am Anfang ausreichend sein.

Das Licht

Genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger als die Kamera, sind die Lichtverhältnisse. Auch die teuerste Kamera kann keine guten Videos drehen, wenn es zu dunkel ist. Eine Investition in eine Leuchte ist daher wichtig. Alternativ kannst Du Deine Videos auch im Sonnenlicht drehen, was aber bedingt, dass Du dafür Zeit hast, solange die Sonne scheint. Speziell im Winter kann es auch Phasen geben, in denen es tagelang nicht ausreichend hell wird. Spätestens dann solltest Du einen Plan B haben.

Das Mikrofon

Für einen brauchbaren Ton solltest Du in ein externes Mikrofon investieren. Je nach Inhalt des Videos kannst Du es auch nachvertonen. Präsentierst Du eine Produkt und bist dabei nicht selbst im Bild, ist das kein Problem. Sprichst Du aber live in die Kamera, sollte der Ton auch parallel aufgenommen werden. Eine Kamera, die ein externes Mikrofon unterstützt sollte daher unbedingt zur Ausrüstung gehören. Auch ein Stativ für das Mikrofon macht Sinn um es, möglichst außerhalb des Bildes, in Deine Nähe zu stellen. Besondere Herausforderungen sind Aufnahmen bei starkem Wind, oder wenn mehrere Personen sprechen, oder gemeinsam singen.

Software für die Nachbearbeitung

Damit Dein Video auch angenehm anzusehen wird, solltest Du es nachbearbeiten und schneiden. Das nachträgliche Bearbeiten macht es auch leicht möglich, eine Sequenz zweimal aufzunehmen, ohne das ganze Video neu machen zu müssen. Man schneidet die Outtakes einfach raus und unterlegt den Rest des Videos mit Untertiteln und Überblendungen. Dann noch ein Intro und ein Outro und schon wirkt das Ganze professioneller, als das Rohmaterial.

Hat man das Video schließlich fertig, dann legt man bei Youtube einen eigenen Kanal an, gestaltet ihn mit Titelbild und Profilbild aus und schreibt eine Beschreibung. Danach kann man das erste Video posten.

Starthilfe für Deinen Youtube-Kanal

Wer häufig auf Youtube unterwegs ist, der kennt die Zahl, rechts unter dem Video sehr gut. Man öffnet ein Video und ganz selbstverständlich geht der Blick nach rechts unten. Wie oft wurde das Video bereits gesehen. Steht dort eine ein-, oder zweistellige Zahl, dann ist es mit der Qualität des Videos oft nicht weit her. Erst eine Handvoll Personen, oder nur der Ersteller selbst haben das Video gesehen. Um so eine negative Aussage bei den eigenen Videos zu vermeiden, besteht die Möglichkeit Views und Gefällt-Mir-Angaben zu kaufen. Will man mehr Klicks erhalten, dann macht es Sinn erst mal für eine kleine Menge an Klicks zu sorgen. Das ist für wenig Geld möglich und man kann auch Likes für das Video kaufen. Der Sinn ist in erster Linie, einen guten Eindruck zu erzeugen, damit die Personen, die Dein Video in der Suche bei Youtube finden, es auch anklicken.

Youtube als Medium

Youtube wurde im Jahr 2005 gegründet und bereits 2006 von Google gekauft. Seit mehr als 10 Jahren ist das Unternehmen bereits im Besitz des Suchmaschinengiganten. Ein Grund mehr, dort präsent zu sein. Youtube.com ist gleich nach der Suchmaschine der Mutterfirma auf Platz 2 im Alexa Ranking. Mehr als 170 Millionen User besuchen die Seite jeden Monat um dort Videos zu konsumieren. Youtube selbst macht etwa 4 Milliarden Euro an Jahreseinnahmen. 2009 wurden bereits täglich 1 Milliarde Videos betrachtet, 2010 waren es schon 2 Milliarden pro Tag. Youtube hat 2013 angegeben, dass pro Minute etwa 100 Stunden Videos hochgeladen würden. Hochrechnungen zufolge verursacht Youtube etwa 10% des globalen Datenverkehrs. Auf jeden Fall ist Youtube eine Webseite, die man bei der Verbreitung seiner Inhalte berücksichtigen sollte. Speziell für Blogs macht der eigene Youtube-Kanal viel Sinn, kann man doch zu jedem Blogbeitrag auch gleich ein kurzes Video online stellen.

Backlinks und Traffic von Youtube

Neben einem starken Backlink, den man gut in der Beschreibung des Videos unterbringt, ist Youtube auch eine ausgezeichnete Traffic-Quelle. Setzt man seine Inhalte spannend und unterhaltsam in den Videos um, dann bestehen gute Chancen, dass User den Link direkt unter dem Video auch tatsächlich klicken um mehr Informationen zum Video zu bekommen. Gestaltet man die Videos immer mit einem Bezug zu einer konkreten Unterseite, steht auch eine thematisch passende Landingpage als Linkziel zur Verfügung. Interagieren die User mit dem Video, liken es und schreiben Kommentare, dann kann man aktiv in den Kommentaren mitdiskutieren und eine kleine Fanbase aufbauen, die auch zu Stammlesern im eigenen Blog, oder zumindest zu Webseitenbesuchern werden.

Youtube ist eine Webseite, der man sich im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung der eigenen Seite, nicht auf Dauer entziehen kann. Mit wenig Aufwand kann man das Angebot der eigenen Webseite mit Videos abrunden und einen zusätzlichen Mehrwert für die Benutzer schaffen.

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