Eine barrierefreie Website bauen

Es gibt immer wieder Schlagworte, die man ständig hört. Eines davon ist die Bezeichnung barrierefreie Website. Es fällt auf den ersten Blick schwer den Zusammenhang zwischen Barriere und einer Website, also einer Sammlung von Informationen über die Darstellung einer Internetseite zu erkennen. Allerdings gibt es hier tatsächlich Dinge, die es Menschen mit Einschränkungen unmöglich machen einen Website zu bedienen und sie zu verstehen.

Barrierefreiheit

Eine barrierefreie Website sollte heute eigentlich Standard sein. Auch Google bevorzugt eine barrierefreie Website in ihren Rankings. Grund genug, das eigene Projekt einmal auf den Prüfstand zu stellen und zu checken, ob es Stolperfallen gibt. Die Zielgruppe für eine barrierefreie Website sind Menschen mit Behinderungen, oder alte Menschen. Es gibt für die Erstellung einer Website klare Regeln, oder zumindest eine eindeutige Empfehlung. Das W3C-Consortium, die Instanz die Webstandards definiert, hat auch Richtlinien für eine barrierefreie Website erstellt.

Vier Grundsätze

Prinzipiell ist es einfach die Barrierefreiheit einer Website zu prüfen. Man muss sich lediglich in die Rolle eines Menschen mit Einschränkung versetzen. Ist man blind, dann ist es beispielsweise sehr wichtig, dass die Texte eine klare Struktur haben und die Webseite selbst eindeutig strukturiert ist. Menü und Content muss deutlich getrennt werden. Bei anderen Einschränlungen, oder alten Menschen ist es aber schwieriger, die potentiellen Probleme zu erkennen. Baut man eine Nischenseite um Kamagra zu bewerben, oder hat andere Themen, die ältere Menschen als Zielgruppe haben, dann sollte man sich unbedingt mit den Richtlinien des W3C auseinandersetzen. Hier werden vier Grundsätze beschrieben, an die man sich halten sollte.

Wahrnehmbarkeit

Der erste Grundsatz zielt auf die Wahrnehmbarkeit der Website ab. Um auch von Menschen mit Sehbehinderungen deutlich erkannt werden zu können sollte auf störende Hintergründe verzichtet werden. Alles, was den Text potentiell schlechter lesbar macht, wird auf der barrierefreien Website weggelassen. Ein einfärbiger Hintergrund macht hier den meisten Sinn und hilft auch normalsichtigen Menschen beim Lesen. Um den Content leichter lesbar zu machen kann eine Möglichkeit zum Vergrößern der Schrift angeboten werden. Bilder müssen mit entsprechenden Texten ersetzt werden. Hier ist das ALT-Tag wichtig. Eine aussagekräftige Beschreibung, was man auf dem Bild sieht ersetzt das Bild, wenn ein Blinder die Website besucht. Schwieriger wird es bei Videos und Audioclips. Hier sollte ebenfalls eine Zusammenfassung, oder wenigstens eine Beschreibung vorkommen. Heute, dank der Smartphones und dem Responsive Design bereits standard, aber auch Bestandteil der Richtlinie für eine barrierefreie Website, ist die Möglichkeit einer vereinfachten Darstellung. Ohne Bilder und mit abgespeckter Navigation wird die Seite übersichtlicher und damit barrierefrei.

Bedienbarkeit

Idealerweise sollten alle Teile der Website über die Bedienung mit der Tastatur erreichbar sein. Das ist eine schwer zu erfüllende Empfehlung, setzt das Web 2.0 heute doch auf dynamische Inhalte. Genau das anbieten einer nicht dynamischen Alternative ist hier aber gemeint. Auch sollte man Texte lange genug stehen lassen um auch Menschen, die für das Lesen länger brauchen, eine Chance zu geben ihn zu lesen. Hat man Laufschrift ein Einsatz, oder ein Video mit Texten, dann sollte man hier die Inhalte eher zu lange, als zu kurz anzeigen. Blitze sollten vermieden werden, weil sie potentiell Anfälle auslösen können. Also in Videos auf auffällige Blitze verzichten und auch auf der Website keine Blinkeffekt einbauen. Auf jeden Fall hilfreich ist eine Suchmöglichkeit, die das Auffinden von Inhalten erleichtert.

Verständlich

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass der Text auf einer Website klar und leicht verständlich ist. Bedenkt man aber all die Fachbegriffe, die man heute gerne verwendet, dann ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für unverständliche Worte. Was für uns ganz klar ist kann ältere Menschen, oder Menschen mit Einschränkungen überfordern. Steht am Ende der Seite neben einem kleinen Pfeilchen Top, dann ist das für uns ganz klar. Besser wäre es wohl hier den Text „nach oben“ zu schreiben. Das Mischen von Deutsch und Englisch erleichtert die Lesbarkeit auf keinen Fall und sollte, wenn möglich, vermieden werden. Auch unerwartete Designs sollte man vermeiden. Ein Contentbereich, und ein Menü werden erwartet. Baut man hier unerwartete Verschachtelungen und ein Layout, das ungewöhnlich und letztenendes auch unerwartet ist, dann kann man seine Website nicht mehr als barrierefrei bezeichnen. Auch sollte man darauf achten, dass der Zurück-Button funktioniert. Landet man in einem Bereich in den man nicht wollte, dann kann es helfen, wenn man mit dieser Funktion wieder zu letzten Seite zurückkommt. Dynamische Seiten nehmen diesen Button aber oft übel.

Robust

Auch dieser Punkt ist nicht nur für eine barrierefreie Website wichtig. Es geht darum die Funktion der Seite auch für zukünftige Webbrowser zu garantieren. Das ist zwar nur eingeschränkt möglich, hält man sich aber an die Richtlinien der W3C, dann sollte man zumindest mit den meisten Browsern kompatibel bleiben.

Barrierefreie Website

Eine barrierefreie Website ist in allen Teilbereichen heute fast nicht möglich. Wir setzen alle auf aktuelle Technologien und Web 2.0 und Ajax sorgen dafür, dass Inhalte zur Laufzeit nachgeladen werden. Als Webmaster, der sich mit SEO auseinandersetzt sollte man aber nicht vergessen, dass auch die Google-Bots nur eingeschränkte Möglichkeiten haben, dynamische Inhalte zu erkennen. Wer sein Website also barrierefrei gestaltet, der hat auch beim nächsten Besuch von Google bessere Karten. Die Bots erkennen alle Inhalte, können alle Bilder zuordnen und Navigation von Content klar trennen. Ein Vorteil also, wenn es um die Platzierungen geht und damit ein zusätzliche Aspekt, den man bedenken sollte, wenn man seine Website gestaltet.

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