Meine Marke, die Domain

Jede Website hat einen eindeutigen Namen, der aus mindestens zwei Teilen besteht und das Auffinden der Website im Internet ermöglicht. Der Domain-Name ist aber außerdem ein SEO-Kriterium, dem entsprechende Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Hier schreibe ich darüber, wie man eine Domain idealerweise nennt und welche andere Methode es gibt zu einer tollen Domain zu kommen!

Einen Domain spielt eine wichtige Rolle bei Deiner suchmaschinenioptimierten Website. Auch wenn die meisten Webseiten über Google gesucht und aufgerufen werden und kaum jemand die Domain selbst in die Adresszeile schreibt, so sollte man die Wirkung des Domain-Namens nicht unterschätzen.

Einerseits ist der Wahl der Domain wichtig für die Wiedererkennung in den Suchergebnissen und andererseits können Domain-Namen durchaus User auch abschrecken.

Was ist eine Domain?

Die Domain ist eine eindeutige Bezeichnung, quasi der Name unter der man eine Website im Internet erreicht und ist die Adresse einer Webseite die weltweit eindeutig ist.

Damit das funktioniert gibt es je Top-Level-Domain eine zentrale Stelle, die alle Domains registriert und dafür sorgt, dass jede weltweit eindeutig bleibt. Als Top-Level-Domain bezeichnet man die Endung. Also z.B. das „.de“ am Ende.

Die Domain liest sich immer von rechts nach links. Nehmen wir z.B. www.e-learn-biotec.de

Das .de weist darauf hin, dass die Seite in Deutschland beheimatet und registriert ist. Alle .de-Domains werden zentral von der denic verwaltet. Die denic vergibt die Rechte .de-Domains zu registrieren an ihre Mitglieder, wo dann die eigentliche Domain registriert, also gekauft werden kann. Diese Mitglieder nennt man Registrare. Oft kann zusammen mit dem Domainnamen auch gleich Webspace gekauft werden.

e-learn.biotec ist der Domain-Name den ich registriert habe. Der Name ist bei der denic hinterlegt und auf mich registriert. Solange ich jährlich die Domaingebühr entrichte darf ich darüber entscheiden und kann die DNS-Einstellungen vornehmen, bzw. vornehmen lassen.

www ist eine Subdomain, die ich eingerichtet habe.

Die Hierarchie sieht also so aus:

  • Der denic gehört die Top-Level-Domain .de. Sie kann Namen vor dem Punkt einrichten und vergeben.
  • e-learn-biotec gehört mir. Ich kann vor dem Punkt tun und lassen was ich will.
  • www habe ich eingerichtet und hinterlegt, dass www.e-learn-biotec.de die selben Einstellungen hat wie www.e-learn-biotec.de.

Damit eine Adresse erreicht wird benötigt man einen Server, der mit dem Internet verbunden ist und vom Internet aus erreichbar ist. Damit das gegeben ist benötigt der Server einen IP-Adresse. Die IP-Adresse des Servers auf dem meine Seite gehostet wird lautet 46.30.211.200.

Um unter dem Domain-Namen erreichbar zu sein muss auf allen DNS-Servern weltweit meine Domain mit der zugehörigen IP-Adresse hinterlegt werden. Die DNS-Server sind so etwas wie die Telefonbücher im Internet. Wenn der PC, das Tablet, das Smartphone, oder der intelligente Kühlschrank des Lesers anfragt verrät der DNS-Server ihm meine IP-Adresse. Dazu muss der DNS-Server, den der User hinterlegt hat die IP-Adresse nicht einmal selber kennen, er muss nur wissen, wo er nachfragen muss. So kann jedes Endgerät mit Verbindung zum Internet, das einen funktionierenden DNS-Server hinterlegt hat die Adresse ermitteln und über das TCP/IP-Protokoll über das World-Wide-Web erreichen. (Eine Erklärung des TCP/IP-Netzes lasse ich vorerst aus. Wenn ich alle anderen Informationen, die ich auf dieser Seite präsentieren möchte, fertiggestellt habe werde ich mich evtl. auch diesem Thema widmen.)

Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, dass es eine Weile dauert, bis alle DNS-Server weltweit die neue Adresse kennen. Der Registrar bei dem ich die Seite registriere meldet trägt die Adresse auf seinem DNS-Server ein und die Listen aller Adressen werden zwischen den DNS-Servern repliziert, bis alle Server die neue Namensauflösung gelernt haben.

Der Server, auf dem meine Seite gehostet wird, erhält die Anfrage, erkennt an welche Website er sie weiterleiten muss und reicht sie an die Webserver-Software weiter, die meine Seite ausliefert.

Nachdem wir nun behandelt haben, wie eine Domain funktionier sind ein paar grundlegende Fragen zu klären, bevor wir uns für eine entscheiden.

die richtige Top-Level-Domain

Die Top-Level-Domain (TLD), oder die Domain-Endung deuten auf ein Land, bzw. auf Herkunft, oder vielmehr Zielgruppe einer Website hin. Wenn wir also eine Website zum Thema Königspudel etablieren wollen, dann müssen wir überlegen, ob wir ein Publikum in Deutschland, Österreich, der Schweiz, oder weltweit ansprechen wollen. Je nachdem macht es am meisten Sinn die TLD des jeweiligen Landes zu wählen.

Wenn ich also eine Seite über Königspudel für Deutsche Interessenten aufbauen wollen macht die Anschaffung der Seite koenigspudel.de Sinn.

Es gibt neben den länderspezifischen TLD´s auch noch eine ganze Reihe an anderen, die ebenfalls in Frage kommen. Man könnte sich theoretisch also auch koenigspudel.sexy, oder koenigspudel.dog registrieren. Allerdings haben diese Domains eine leicht unseriöse Aura und man kann sich ganz leicht selbst fragen, mit welchen Empfindungen eine solche Domain-Endung verbunden wäre. Am einfachsten ist die Frage, ob man selbst eher koenigspudel.dog, oder koenigspudel.de anklicken würde, wenn beide in den Treffern bei Google aufscheinen.

Eine Liste der verfügbaren TLD´s findet sich hier.

Die länderspezifische TLD ist ein Statement und ein Ausdruck an Seriösität. Ich empfehle daher eine .de, oder .at-Domain zu wählen.

Sollte die Wunschdomain nicht mehr verfügbar sein kann man wahlweise auf andere seriöse TLD´s, wie .com, .org, .net, oder .info ausweichen, oder eine andere Bezeichnung ins Auge fassen. Wenn bereits jemand koenigspudel.de registriert hat und auch verwendet (was der Fall ist), dann riskiert man die Verwechslung, wenn man die selbe Domain mit einer anderen Endung wählt. Da die eigene Domain auch eine Marke und eben die Wiedererkennbarkeit der Seite gewährleisten soll, macht es Sinn hier einen eigenen Namen zu finden, der so nicht von anderen mit einer anderen Endung verwendet wird.

Nachdem wir die TLD geklärt haben überlegen wir, was wir vor den Punkt schreiben wollen.

ein klares Jein

Bei der Entscheidung zur Domain scheiden sich die Geister. Grob werden drei Strategien auf den verschiedenen SEO-Seiten immer wieder beschrieben, die ich nachfolgend erläutern möchte. Bedenken sollte man einerseits, wie die Domain in den Google-Ergebnissen wirkt und andererseits, dass User, die wir mit beeindruckenden Inhalten dazu animiert haben unsere Seite zitieren zu wollen sich die Domain möglichst merken sollten.

Die Keyword-Domain

Weit verbreitet unter Nischenseitenbetreibern ist die klassische Keyword-Domain. Diese Domains beinhalten zwei bis drei, mit einem Bindestrich getrennte Wörter von denen zumindest eines das Hauptkeyword der Seite ist. Der Vorteil liegt auf der Hand. Wenn man bereits im Domainnamen das Hauptkeyword verwendet ist das einerseits ein klares Mission-Statement für die Seite und andererseits auch eine Entscheidungshilfe für unsere Freunde bei Google, die unsere Seite dann unter diesem Keyword weiter vorne reihen sollten. Auch wenn der Domain-Name nicht mehr die Gewichtung bei der Reihung genießt, wie früher.

Ein Beispiel für eine klassische Keyword-Domain wäre z.B. rosa-koenigspudel-zuechten.de, oder mein-rosa-koenigspudel.de

Durch den Umlaut im Keyword wirken die Adressen etwas sperrig, aber doch lesbar. Man erkennt auf den ersten Blick um was es auf der Seite geht und strahlt eine gewisse Kompetenz aus.

Unterstützen kann man den Effekt mit der Kompetenz noch durch Wörter, wie Portal, also z.B. rosa-koenigspudel-portal.de, oder rosa-koenigspudel-zentrale.de

Man kann auch die eigene Rolle in die Adresse mit einfließen lassen. Möchte man beraten könnte man rosa-koenigspudel-berater.de registrieren.

Eher abschreckend wirken Wörter, die eine Handlungsaufforderung darstellen, wie rosa-koenigspudel-kaufen.de. Die Absicht der Nischenseite wird transparent dargestellt. Auch wenn man auf das Keyword „rosa Königspudel kaufen“ setzt und damit in die vorderen Googleränge vorstoßen möchte sollte man diese offensichtliche Absicht aus der Domain und möglichst aus der ganzen Seite heraushalten. Ein deartig plumpes Vorgehen rächt sich darin, dass die Adresse weniger seriös wahrgenommen und rasch als Website zum Verkauf von rosa Königspudel wahrgenommen wird, was Besucher, die keinen kaufen wollen abschreckt. Auch die Erweiterung 24, oder 365 wirken etwas unseriös.

Die Markendomain

Wenn wir vorhaben eine Seite im Internet zu etablieren, die sich in Fachkreisen einen Ruf aufbaut und einen hohen Wiedererkennungswert hat, dann macht es Sinn sich einen eigenen Namen zu überlegen.

Hier stehen grundsätzlich alle Möglichkeiten offen. Einzige Einschränkung ist, dass bestehende Marken nicht verwendet werden sollten. Es ist keine nachhaltige Investition die Adresse Coca-Cola.fans zuregistrieren, da man damit gegen bestehende Schutzrechte verstößt und den Betrieb sicher rasch einstellen muss.

Es empfiehlt sich, wenn man bei der Marke einen geringen Bezug zum Thema herstellt. Man könnte also z.B. pinkypuds.de für die rosa Königspudel registrieren. Auch puddl.de, curlywuff.de, oder rosidudel.de wären Wortkreationen, die zeigen, dass das Thema emotional ist und der Domainbetreiber einen Bezug zu rosa Pudel hat.

Alternativ kann man auch etwas völlig anderes nehmen und einen Namen, wie frofal.de, oder ligoch.de nehmen. Auch Abkürzungen, wie rpp.de, oder ropu.de wäre denkbar. In jedem Fall sollte man sich über mögliche unerwünschte Bedeutungen allerdings vorher informieren. Unter Wikipedia erhält man sehr einfach mögliche Bedeutungen für Abkürzungen und man selbst kann dann entscheiden, ob man damit in Zusammenhang gebracht werden möchte, oder nicht.

expired Domain

Eine hervorragende Methode zu einer Internetadresse und manchmal sogar zu einer Idee für eine Nischenseite zu kommen sind expired Domains. Diese Methode erläutere ich in meinem nächsten Artikel Second Hand – Expired Domain.

 

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